Foodtruck vs. Imbisswagen

14. 06. 2016 - Während man mit dem Begriff „Foodtruck“ etwas modernes, hippes und innovatives verbindet, hat der Begriff „Imbisswagen“ so einen leicht ranzigen Fritteusen-Beigeschmack. Aber wo genau liegt denn nun der Unterschied zwischen einem Imbisswagen und einem Foodtruck?



Geht man die Sache mal ganz objektiv an, verfügt ein Foodtruck über eine Fahrerkabine, während ein Imbisswagen an einen PKW angehängt wird. Etwas emotionaler betrachtet scheint dies keine Rolle zu spielen. Vielleicht ist es vielmehr das Konzept, die Energie, die Idee hinter der mobilen Theke, die über das Foodtruck- oder Imbisswagen-Image entscheidet.

Sven Wagner von Langos-Wagner bringt es auf den Punkt: „Imbisswagen stammen aus den 70er-/80er-Jahren, haben einen fettigen Spritzschutz und dunkelbraunes Fritteusenfett. Foodtrucks sind letztendlich die neue Generation von jungen, dynamischen Menschen, die sich zwar verwirklichen, aber gleichzeitig mobil, frei, jung und wild bleiben wollen.“

Auch für Philipp Silvergieter, der mit seinem Pretty Burger Truck in und um Karlsruhe tourt, sind es Frische, Regionalität und Qualität, die über „Imbiss“ oder „Food“ entscheiden.

Der Weg zum Foodtruck

Ein weiteres Beispiel hierfür ist der Hessendöner. Das in Frankfurt stationierte Unternehmen wird von sämtlichen ihn erwähnenden Medien, aufgrund des modernen Looks und dem qualitativ hochwertigen Essen, unter „Foodtruck“ geführt. So traditionell das Angebot des Frankfurter Hessendöner auch ist, so einzigartig ist es gleichzeitig. Zwar finden sich auf so manchem Wochenmarkt in und um Frankfurt klassische Imbissstände mit Handkäs oder Kassler, der Hessendöner spielt aber eindeutig in einer anderen Liga. Hier wurde die Liebe zur heimischen Küche auf ein neues Level gehoben.

Philipp Silvergieter kam zum amerikanischen Klassiker, aus der schlichten Ermangelung richtig guter Burger in der Region Karlsruhe. Aus dem Gedanken „das kann ich besser“ wurde ein wunderschöner amerikanischer Frontliner, prall gefüllt mit selbst gemachten Saucen, frischen Pattys von regionalen Metzgern und handgemachten Burger-Buns. Zudem schätzt der kreative Kopf hinter dem Pretty Burger Foodtruck die Mobilität, gegenüber dem eigenen Restaurant.

Auch Sven Wagner kam letztendlich über schlechte Langos zum eigenen guten Langos. Aus dem Ingenieurwesen kommend, brachte er seinen Langosteig mit einem befreundeten Bäcker zur Perfektion. Einen herrlich roten Foodtruck und einige Monate unermüdlicher Akquise später, mischt der scheinbar immer gut gelaunte Schwabe am liebsten Firmenevents im Großraum Stuttgart auf.

Klassiker zu etwas Besonderem machen

Mit Liebe und frischen Zutaten zubereitet und gerne um einen modernen Kniff aufgepeppt, gehen beim Hessendöner Kassler, Grüne Sauce und Handkäs über die Theke, die, neu interpretiert und schön angerichtet, nicht mehr nur solide Hausmannskost, sondern echte Gaumenfreuden sind. Das Team von Hessendöner hat dabei den Vorteil, dass es mit seiner jungen Interpretation der lokalpatriotischen Küche noch recht konkurrenzlos ist. „Die Nachfrage nach regionaler Küche ist im Rhein-Main-Gebiet ziemlich hoch. Umso erfreuter sind unsere Kunden über unsere doch eher innovative Hausmannskost, das hat uns wohl zum „Foodtruck-Image“ verholfen.“ erzählt Andrea Ganshorn.

Sven Wagner hat in seiner Anfangsphase so manchen Markt „mitgenommen“, um die Vorlieben seiner Kunden zu ermitteln. Hier ist der Kunde König. So kam es auch zum veganen Grundrezept. Mit selbstgemachten Marmeladen bleibt es vegan, es gibt aber natürlich auch nicht-vegane Varianten.

Neben dem qualitativ hochwertigen Klassiker bereichert Philipp Silvergieter sein Angebot mit saisonalen Finessen. Im Herbst liegt dann schon mal gebackener Kürbis zwischen den Buns, im Januar gab es eine Variante mit Rotkohl und Maronensauce. Im Frühjahr kommen gerne grüner Spargel und ein eigens kreierter Bärlauch-Käse zum Einsatz.

Die neue Leichtigkeit

Für Sven Wagner waren Firmenevents mit fester Sitzordnung und Vier-Gänge-Menü immer eine Qual. Er ist davon überzeugt dass den Foodtrucks die Zukunft gehört. „Hier kann man sich unterhalten mit wem man will, es bilden sich immer wieder neue Gruppen, man kann selber entscheiden, was man essen möchte. Wir bieten sowohl herzhafte als auch süße Varianten an. Mit einem Foodtruck ist einfach alles viel entspannter“, berichtet Sven Wagner enthusiastisch, als müsse er uns überzeugen.

Wir kommen also zu dem Schluss, dass es bei Catering Guide eindeutig keine Imbisswagen, sondern ausschließlich fantastische Foodtrucks gibt, mit denen jedem Event eine herrlich lockere Atmosphäre verliehen werden kann. 

 

Hier geht es zum Eintrag von HessendönerDer Langos Wagner und Pretty Burger Foodtruck, und zu Foodtruck Catering in Stuttgart, FrankfurtHamburg, Karlsruhe, Düsseldorf, Berlin.







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