Zur BoE – Tatendrang und Kreativität dominieren die Cateringbranche

25. 01. 2017 - Ein Rückblick auf die Best of Events International 2017 von Karin Wolffrom, Inhaberin des Catering Guides.

Die BoE ist vorbei, das Eventjahr 2017 kann starten! Dabei gilt die Best of Events als Branchentreffpunkt, Besucher aus ganz Deutschland kommen um sich zu informieren, sich einen Branchenüberblick zu schaffen und auch Trends und Innovationen hautnah zu erleben. 

Mein Fazit, auch wenn viele kritische Worte in den Messehallen zu hören waren, bleibt dennoch durchaus positiv und führt mich dazu, über die Cateringbranche im Allgemeinen zu schreiben. Erst vor wenigen Wochen haben wir selber einen langen Artikel über die Foodtrends herausgebracht, der auch in unserem CG.Journal veröffentlicht wurde. Da war es besonders schön, all dies auf der BoE vertreten zu sehen – was uns in unserer Arbeit natürlich bestärkt.

Das Bewusstsein für gute Lebensmittel tritt wieder in den Mittelpunkt und beeinflusst damit auch unsere Branche nicht unerheblich. Catering ist schon lange nicht mehr nur die bloße Nahrungsaufnahme, der „Sattmacher“ zwischen den Tagungspausen oder eine lieblos zusammengestellte Menü- und Getränkekarte. Vielmehr wird das Catering heute in den Mittelpunkt der Veranstaltungen gestellt. Es ist schön zu sehen, dass damit den Dienstleistern die Möglichkeit gegeben wird, ihre Kreativität auszuleben. Und noch schöner ist es, dass dies auch mit Freude getan und von den Kunden angenommen und geschätzt wird. Rauschenberger Catering präsentiert sich mit seinem Konzept „Garden Eden“, das zum Gesamtwerk „Book the Table“ gehört. Auch Broich Catering positioniert sich mit unterschiedlichen Foodkonzepten die sich im 2- bis 5-Sterne-Bereich bewegen, Catalogna Catering geht auf den Streetfood Trend ein. Die Cateringmanufaktur beschäftigt gleich vier Biersommeliers und zeigt der Branche, dass Craft Beer auch bei Veranstaltungen erfolgreich eingesetzt werden kann, sei es in Form eines Biertastings oder auch als fester Bestandteil der Menükarten. Seven Days Catering geht ebenfalls neue Wege. An ihrer Livecooking Station forderten sie mutige Messebesucher am ersten Tag mit frischen Mehlwürmer-Burgern heraus. Lässt da das Dschungelcamp grüßen? Es ging natürlich vielmehr darum, ein Zeichen zu setzen, zu zeigen, dass sich die Branche bewegt, mutig geworden ist und mit neuen Foodkonzepten auch die alten Hasen unter den Eventmanagern noch immer wieder von Neuem zu überraschen vermag.  

Und dann gab es da noch den Streetfood Congress. Wenig beworben, lief er doch „nur am Rande“ mit, ein Treffen unter Insidern - ein underdog-Image, das es im nächsten Jahr abzulegen gilt, denn das Streetfood hat noch eine lange und rosige Zukunft vor sich. Streetfood steht für Regionalität, für gute Produkte, Kreativität und Einfallsreichtum. Ulf Tassilo Muench trommelte in Dortmund beim parallel zur Messe laufenden Streetfood Congress die „Jungen Wilden“ der Branche zusammen, sprach mit den Streetfood Artisten über Werte, Qualität, Zuverlässigkeit und gab damit den Startschuss zur „Street Food Guild“, von der wir hoffentlich noch viel Positives hören werden. 

Am Ende des Tages bleibt mir zu sagen, dass mich die Entwicklungen in der Branche sehr positiv stimmen. Regionalität, Nachhaltigkeit, der Einsatz hochwertiger Produkte und viel Kreativität stehen weiterhin hoch im Kurs. Spart man nicht am falschen Ende, und lässt den Profis hinter den Herden etwas Freiraum, wird das Buffet zum Highlight einer jeden Veranstaltung. Ob wir bei der nächsten Veranstaltungen tatsächlich den Mehlwurm-Burger finden werden oder nicht, sei dahingestellt – aber gegessen haben wir ihn auf der BoE alle. Vielleicht aus bloßer Neugierde, einem unverhofften Wagemut oder einfach, weil wir als Eventmanager Neuerungen und Veränderungen immer mit offenen Armen empfangen.

In diesem Sinne freue ich mich auf ein starkes kulinarisches Jahr 2017, sage Danke an all die Caterer die mit viel Mut und Kreativität die Branche bewegen und auch an die Kunden, die erkannt haben, dass ein gutes Catering zwar sein Geld kostet, dafür bei einer erfolgreichen Veranstaltung aber nicht mehr nur als Sattmacher am Rande auftritt.







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